Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2026

Heizkosten-Rechner 2026

Heizkosten pro m² berechnen, mit dem Heizspiegel 2026 vergleichen und die CO₂-Kosten auf Mieter und Vermieter aufteilen.

Erstellt von Dr. Sarah Hoffmann

Basierend auf 9 Quellen

Der Heizkosten-Rechner zeigt dir, ob deine Heizkosten normal sind: Gib Wohnfläche, Energieträger, Jahresverbrauch und deine Jahreskosten aus der Abrechnung ein. Der Rechner schätzt deine Kosten zu 2026er-Preisen, rechnet sie auf den Quadratmeter herunter und stuft sie nach dem offiziellen Heizspiegel ein – niedrig, mittel, erhöht oder zu hoch. Zusätzlich berechnet er deinen CO₂-Ausstoß, die CO₂-Kosten bei 55 bis 65 Euro je Tonne und teilt sie nach dem gesetzlichen 10-Stufenmodell zwischen Mieter und Vermieter auf. Kostenlos und ohne Anmeldung.

So verwendest du diesen Rechner

Gib zunächst deine Werte in die Felder Wohnfläche, Dein Energieträger, Jahresverbrauch, Jahreskosten (Abrechnung), CO₂-Preis je Tonne ein. Prüfe Einheiten und Zahlenformat im deutschen Stil. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert und kann zusätzlich über die Schaltfläche berechnet werden. Nutze die Ausgabe als Orientierung und vergleiche sie bei Bedarf mit weiteren Quellen.

So funktioniert der Heizkosten-Rechner

Der Rechner braucht fünf Angaben – alle stehen auf deiner letzten Heizkostenabrechnung:

  1. Wohnfläche in m² – sie ist der Nenner für alle Pro-Quadratmeter-Werte.
  2. Dein Energieträger – Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Wärmepumpe oder Holzpellets. Er legt die 2026er-Durchschnittspreise, den CO₂-Faktor und die Heizspiegel-Schwellen fest.
  3. Jahresverbrauch in kWh – bei Heizöl gilt die Faustregel: 1 Liter ≈ 10 kWh.
  4. Jahreskosten (Abrechnung) in Euro – deine tatsächlichen Kosten inklusive Grundpreis und CO₂-Anteil.
  5. CO₂-Preis je Tonne – voreingestellt sind 65 Euro, der obere Wert des 2026er-Korridors von 55 bis 65 Euro (§ 10 BEHG).

Daraus berechnet der Rechner zwölf Werte: eine Kostenschätzung zu 2026er-Preisen, deine Kosten und deinen Verbrauch je m², die Heizspiegel-Einstufung, die Abweichung zum Heizspiegel-Durchschnitt 2026 sowie deinen CO₂-Ausstoß, die CO₂-Kosten und die Aufteilung zwischen dir und dem Vermieter nach dem 10-Stufenmodell.

Durchgerechnetes Beispiel

Nehmen wir eine 62-jährige Mieterin aus Leipzig: 68 m², Erdgasheizung, 8.500 kWh Jahresverbrauch und 1.190 Euro Jahreskosten aus der Abrechnung. CO₂-Preis: 65 Euro je Tonne.

  • Geschätzte Jahreskosten (2026-Preise): 8.500 kWh × 12,0 ct = 1.020,00 € – ihre Abrechnung liegt 170 Euro darüber, also lohnt ein Tarifvergleich.
  • Kosten je m²: 1.190 € ÷ 68 m² = 17,50 €; Verbrauch je m²: 125 kWh.
  • Heizspiegel-Einstufung: Bei Erdgas gilt „erhöht" bis 23,20 €/m² – ihre 17,50 €/m² sind erhöht (jedes zweite Haus verbraucht weniger).
  • Abweichung zum Durchschnitt 2026: 1.190 € − 16,00 €/m² × 68 m² = +102,00 € teurer als der Heizspiegel-Schnitt.
  • CO₂: 8.500 kWh × 0,201 kg/kWh = 1.708,5 kg, also 25,125 kg/m² → Stufe „22 bis unter 27 kg" → Vermieter zahlt 30 %.
  • CO₂-Kosten: 1,7085 t × 65 € = 111,05 € – davon 77,74 € Mieteranteil und 33,32 € Vermieteranteil.
  • Kosten pro Monat: 99,17 €.

Wie viel Heizkosten pro Quadratmeter sind normal?

Das sagt dir der Heizspiegel – der bundesweite Vergleich der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund, der jedes Jahr mehr als 90.000 Gebäudedaten auswertet. Die Ausgabe 2026 (veröffentlicht am 22. September 2026) nennt für eine durchschnittliche 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus: Erdgas 1.120 €, Heizöl 1.275 €, Fernwärme 1.310 €, Wärmepumpe 735 € und Holzpellets 860 € – jeweils Prognose für das Abrechnungsjahr 2026. Für ein 130-m²-Einfamilienhaus liegen die Werte bei 1.930 € (Gas), 2.745 € (Öl), 2.055 € (Fernwärme), 1.300 € (Wärmepumpe) und 1.740 € (Pellets).

Für die feinere Einstufung nutzt dieser Rechner die offiziellen Pro-Quadratmeter-Schwellen des Heizspiegels (80–150-m²-Klasse, Ausgabe 2025):

  • Erdgas: niedrig bis 7,10 €/m² · mittel bis 14,00 €/m² · erhöht bis 23,20 €/m² · zu hoch ab 23,91 €/m²
  • Heizöl: niedrig bis 10,20 €/m² · mittel bis 16,90 €/m² · erhöht bis 26,90 €/m² · zu hoch ab 26,91 €/m²
  • Fernwärme: niedrig bis 6,60 €/m² · mittel bis 15,70 €/m² · erhöht bis 33,60 €/m² · zu hoch ab 33,61 €/m²
  • Wärmepumpe: niedrig bis 5,20 €/m² · mittel bis 9,50 €/m² · erhöht bis 21,80 €/m² · zu hoch ab 21,81 €/m²
  • Holzpellets: niedrig bis 4,60 €/m² · mittel bis 9,10 €/m² · erhöht bis 15,30 €/m² · zu hoch ab 15,31 €/m²

Laut co2online haben rund 90 Prozent aller Haushalte noch Sparpotenzial – im Schnitt 465 Euro im Jahr in einer Wohnung und rund 1.000 Euro im Einfamilienhaus. Allein richtiges Heizen und Lüften spart bis zu zehn Prozent. Wenn du deine Betriebskostenabrechnung prüfen willst, gehört die Heizkostenabrechnung übrigens dazu: Sie ist der größte Posten der warmen Nebenkosten.

Wer zahlt die CO₂-Kosten – Mieter oder Vermieter?

Seit dem 1. Januar 2023 teilt das Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) die CO₂-Kosten zwischen Mietern und Vermietern auf – nach einem 10-Stufenmodell, das sich am energetischen Zustand des Gebäudes orientiert. Maßstab ist der jährliche CO₂-Ausstoß in Kilogramm je Quadratmeter Wohnfläche:

CO₂-Ausstoß pro m² und JahrMieterVermieter
unter 12 kg100 %0 %
12 bis unter 17 kg90 %10 %
17 bis unter 22 kg80 %20 %
22 bis unter 27 kg70 %30 %
27 bis unter 32 kg60 %40 %
32 bis unter 37 kg50 %50 %
37 bis unter 42 kg40 %60 %
42 bis unter 47 kg30 %70 %
47 bis unter 52 kg20 %80 %
52 kg und mehr5 %95 %

Die Logik: Je schlechter gedämmt das Haus, desto höher der Vermieteranteil – bei den ineffizientesten Gebäuden trägt der Vermieter 95 Prozent. In sehr effizienten Häusern (unter 12 kg/m², etwa KfW-55-Standard) zahlst du als Mieter allein, weil du den Verbrauch dort direkt beeinflussen kannst. Der Vermieter ermittelt die Stufe jedes Jahr im Rahmen der Heizkostenabrechnung aus dem tatsächlichen Verbrauch – nach einem kalten Winter kann ein Haus also die Stufe wechseln. Für Wärmepumpen und Holzpellets fällt kein nationaler CO₂-Preis an; die Aufteilung betrifft praktisch nur Gas-, Öl- und Fernwärmeheizungen.

Wie berechne ich meine Heizkosten aus dem Verbrauch?

Ganz einfach: Jahresverbrauch × Preis je kWh. Dieser Rechner nutzt dafür die 2026er-Durchschnittspreise für Haushalte (brutto, Stand Herbst 2026):

  • Erdgas: 12,0 ct/kWh (Verivox/BDEW)
  • Heizöl: 14,1 ct/kWh – also etwa 1,41 Euro je Liter (Destatis, 1 Liter ≈ 10 kWh)
  • Fernwärme: 15,6 ct/kWh im gewichteten Mittel (AGFW; regional sind 8 bis 36 ct möglich)
  • Wärmepumpe: 27,44 ct/kWh Strom mit eigenem Zähler (Verivox)
  • Holzpellets: 9,46 ct/kWh (DEPI: 454 Euro je Tonne bei 4,8 kWh/kg)

Zwei Beispiele: 10.000 kWh Erdgas × 12,0 ct = 1.200 Euro im Jahr. 2.000 Liter Heizöl entsprechen 20.000 kWh × 14,1 ct = 2.820 Euro – dazu kommt der CO₂-Aufschlag, der 2026 bei 55 bis 65 Euro je Tonne noch einmal 17 bis 20 Cent je Liter ausmacht. Beachte: Das sind Durchschnitte. Dein Tarif, dein Grundpreis und regionale Unterschiede können das Ergebnis deutlich verschieben – die Gasspeicherumlage ist zum 1. Januar 2026 weggefallen (spart bei 20.000 kWh knapp 58 Euro), gleichzeitig sind die Großhandelspreise im Sommer 2026 stark gestiegen und kommen zeitversetzt bei den Haushalten an. Deine Stromkosten pro kWh kennst du schon? Dann weißt du auch, was deine Wärmepumpe wirklich kostet.

Auch die anderen warmen Nebenkosten hängen an deiner Wohnsituation: Wer wegen eines Jobwechsels umzieht, kann die Umzugskostenpauschale geltend machen, und wer dauerhaft zwei Haushalte führt, findet bei der doppelten Haushaltsführung weitere absetzbare Posten. Arbeitest du viel von zu Hause, senkt die Homeoffice-Pauschale deine Steuerlast – 6 Euro pro Tag, maximal 1.260 Euro im Jahr. Und falls du über eine vermietete Immobilie als Geldanlage nachdenkst: Wenn du die Mietrendite berechnen willst, siehst du, was nach allen Kosten übrig bleibt – beim Kauf helfen dir außerdem die Nebenkosten beim Hauskauf weiter.

Formel

Geschätzte Jahreskosten = Jahresverbrauch_kWh × Preis_je_kWh(Energieträger)

Kosten je m²     = Jahreskosten ÷ Wohnfläche
Verbrauch je m²  = Jahresverbrauch_kWh ÷ Wohnfläche

CO₂-Ausstoß  = Jahresverbrauch_kWh × Emissionsfaktor(Energieträger)
  Emissionsfaktoren (UBA/co2online, Stand 2026):
  Erdgas 0,201 kg/kWh · Heizöl 0,266 kg/kWh · Fernwärme 0,19 kg/kWh (Bundesmix)
  Wärmepumpe und Holzpellets: 0 kg/kWh (kein nationaler CO₂-Preis)

CO₂-Kosten     = CO₂-Ausstoß_kg ÷ 1000 × CO₂-Preis_je_t
Vermieteranteil = Stufenmodell(CO₂-Ausstoß ÷ Wohnfläche)   // CO2KostAufG
Mieteranteil    = CO₂-Kosten × (1 − Vermieteranteil)

So ist dieser Rechner entstanden

Dieser Rechner ist entstanden, weil die Heizkostenabrechnung für viele Mieter ein Buch mit sieben Siegeln ist – und weil der Heizspiegel 2026 zeigt, dass Öl- und Pelletheizer 2026 deutlich mehr zahlen als im Vorjahr. Er verbindet deshalb die offiziellen Vergleichswerte mit der CO₂-Kostenaufteilung, die seit 2023 in jeder Abrechnung mit fossiler Heizung stecken muss.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Heizspiegel?

Der Heizspiegel ist der bundesweite Heizkostenvergleich der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund. Er wertet jedes Jahr mehr als 90.000 Gebäudedaten aus und liefert Vergleichswerte für Verbrauch und Kosten je Quadratmeter – nach Energieträger und Gebäudegröße getrennt. Die Ausgabe 2026 erschien am 22. September 2026.

Wie viel kostet Heizen 2026 im Durchschnitt?

Laut Heizspiegel 2026 (Prognose) kostet eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus 2026 im Schnitt: Erdgas 1.120 €, Heizöl 1.275 €, Fernwärme 1.310 €, Wärmepumpe 735 €, Holzpellets 860 €. Für ein 130-m²-Einfamilienhaus: Gas 1.930 €, Öl 2.745 €, Fernwärme 2.055 €, Wärmepumpe 1.300 €, Pellets 1.740 €.

Wie hoch ist der CO₂-Preis 2026?

2026 gilt nach § 10 BEHG ein Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂. Das entspricht bei Erdgas rund 1,3 bis 1,55 Cent je kWh und bei Heizöl rund 17 bis 20 Cent je Liter (jeweils brutto). Im Nachverkauf kann der Preis auf bis zu 68 Euro steigen.

Wie berechne ich den Vermieteranteil an den CO₂-Kosten?

Teile den jährlichen CO₂-Ausstoß des Gebäudes durch die Wohnfläche und lies die Stufe in der CO2KostAufG-Tabelle ab. Beispiel: 1.708,5 kg CO₂ bei 68 m² sind 25,125 kg/m² – das fällt in die Stufe „22 bis unter 27 kg“, also zahlt der Vermieter 30 %. Bei 111,05 € CO₂-Kosten sind das 33,32 € Vermieteranteil und 77,74 € für dich als Mieter.

Wie rechne ich Liter Heizöl in Kilowattstunden um?

Ein Liter leichtes Heizöl enthält laut BAFA rund 10 kWh Energie. Beispiel: 1.500 Liter entsprechen 15.000 kWh. Bei 14,1 Cent je kWh (Destatis, Juli 2026) sind das 2.115 Euro Brennstoffkosten im Jahr – plus CO₂-Aufschlag von 2026 rund 17 bis 20 Cent je Liter.

Warum weicht die Schätzung des Rechners von meiner Abrechnung ab?

Der Rechner nutzt 2026er-Durchschnittspreise je kWh – dein Tarif, dein Grundpreis und regionale Unterschiede können deutlich abweichen. Außerdem enthält deine Abrechnung Warmwasser und oft einen anderen Abrechnungszeitraum als das Kalenderjahr. Nutze die Schätzung als Plausibilitätscheck: Liegt sie mehr als 20 Prozent daneben, prüfe Tarif und Verbrauch.

Gilt die CO₂-Aufteilung auch bei Fernwärme?

Ja. Auch Wärmelieferanten melden ihren CO₂-Emissionsfaktor, und die Kosten werden nach demselben 10-Stufenmodell zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt. Bei Wärmepumpen und Holzpellets fällt dagegen kein nationaler CO₂-Preis an – dort entfällt die Aufteilung.

Quellen

Erstellt von

Dr. Sarah Hoffmann
Dr. Sarah Hoffmann

Dr. rer. nat. Ernährungswissenschaften, Universität Hohenheim

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